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In Alfred Hitchcocks Meisterwerk "Cocktail für eine Leiche" aus dem Jahre 1948 töten zwei Studenten aus reinem Kalkül einen Kommilitonen. Weder hegen sie ihrem Opfer gegenüber eine persönliche Abneigung, noch sind sie an seinem Geld interessiert. Es geht ihnen nur ums Töten. Auch "Sieben Tage Sonntag", Niels Lauperts Abschlussfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München, handelt von einem Mord um des Mordens willen. Allerdings erzählt diese Geschichte im Gegensatz zu Hitchcocks Film eine Begebenheit nach, die sich so tatsächlich im Jahr 1996 in Polen ereignet hat.
Zwei junge Männer, Adam und Tommek, arbeitslos und ohne Perspektive, hängen Tag für Tag auf der Straße herum. Sie trinken, randalieren, langweilen sich zu Tode. Der Filmtitel beschreibt dieses Lebensgefühl ganz gut: Eigentlich eine tolle Vorstellung, jeden Tag Sonntag zu haben, doch gleichzeitig irgendwie auch fürchterlich. Ein Alltag in grauer Monotonie, ohne jegliche Aussicht auf Veränderung, die ewige Wiederkehr des Immergleichen.
Die beiden Freunde könnten gegensätzlicher kaum sein. Während Tommek ein Draufgänger ist, der sein Glück wahllos bei jedem Mädchen versucht, das ihm über den Weg läuft, und der offensiv mit seiner Aggressivität umgeht, ist Adam sensibel, schüchtern, introvertiert. Es ist, als hätte sich eine unsichtbare Wand zwischen ihn und die Welt geschoben. Und so ist es auch kein Zufall, dass der Mord, den die beiden schließlich begehen, von Adam initiiert wird, der sich in einen regelrechten Blutrausch hineinsteigert – als würde all die über Jahre aufgestaute Energie in einem einzigen eruptiven Gewaltakt aus ihm herausbrechen.
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