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Das Rezept ist einfach: Man nehme einen Roman der Weltliteratur und einen der renommiertesten Regisseure des Landes, gebe ihm dazu eine Auswahl prominenter Schauspieler/innen an die Hand und nicht zuletzt ein millionenschweres Budget. Am Ende hat man dann zweieinhalb Stunden "Buddenbrooks" – und eine Enttäuschung.
Heinrich Breloer ist mit seinen Dokumentarfilmen berühmt geworden, bei denen er Original-Material mit inszenierten Sequenzen mischt. Nun hat er also das 750 Seiten dicke Epos von Nobelpreisträger Thomas Mann in Szene gesetzt – leider aber auch nicht viel mehr. Breloer kürzte hie und da, ließ viele Erzählstränge und einige Figuren ganz unter den Tisch fallen, aber das Ergebnis ist kaum mehr als ein arg beliebig wirkendes Bilderbuch. Denn trotz all der prächtigen Kostüme und Kutschfahrten über Land, trotz rauschender Ballnächte und geschäftlicher Intrigen mag sich kein erzählerischer Sog entwickeln. Die Handlung plätschert dahin und so will sich die vom Regisseur im Vorfeld so gern versprochene Aktualität des Stoffes einfach nicht einstellen. Ja sicher, die mit Getreide handelnden Buddenbrooks geraten in finanziell schwierige Zeiten, aber Parallelen zur aktuellen Finanzkrise tun sich nicht wirklich auf.
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