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Quarantäne

[•REC] – Made in the USA

Kinostart: 4.12.2008 | Andreas Resch | Kommentar schreiben | Artikel drucken

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Mehr als andere Genres lebt der Horrorfilm von kleinen Variationen innerhalb eines eng umgrenzten filmischen Universums des Immergleichen. Das Funktionieren eines Horrofilms ist von kleinsten dramaturgischen Nuancen abhängig, die darüber entscheiden, ob er das Zeug dazu hat, den Zuschauern/innen schlaflose Nächte zu bereiten oder ob er eher zur unfreiwilligen Komik neigt. "Quarantäne" gehört zur ersten Kategorie: wie viele Genrevertreter zwar nicht sonderlich originell, dafür aber umso spannender.

Im Zentrum des Geschehens steht die Fernsehreporterin Angela Vidal (Jennifer Carpenter), die gemeinsam mit ihrem ständig filmenden Kameramann eine Nacht auf einer Feuerwache verbringt, um für ihre Fernsehsendung den Alltag der Feuerwehrmänner zu dokumentieren. Zunächst scheint es, als würde die Nacht relativ ereignislos vorübergehen, die Schicht plätschert vor sich hin und die einzige Frage ist, ob es einem der Feuerwehrleute vor dem Morgengrauen gelingen wird, das Herz der jungen Fernsehjournalistin zu erobern. Dann geht alles sehr schnell: Es kommt doch noch zum Einsatz – in einem alten Mietshaus gehen seltsame Dinge vor sich – und plötzlich finden sich Fernsehcrew und Feuerwehrleute eingeschlossen in ebenjenem Haus, das, unter Quarantäne gestellt, von einem Moment auf den nächsten zur Todesfalle wird.

Was "Quarantäne" zu einem packenden Horrorfilm macht, ist vor allen Dingen seine Geradlinigkeit: Der Film verrennt sich nicht in abstruse Storys oder langweilige Erklärungsmodelle. Stattdessen geht es lediglich um die Frage, ob und wie es Angela gelingen wird, lebendig aus jenem Horrorhaus herauszufinden, in dem eine tödliche Seuche um sich greift, die jeden, der von ihr befallen ist, in einen blutrünstigen Zombie verwandelt.

Als besonders wirkungsvoll erweist sich die Kameraperspektive – wir sehen den gesamten Film so, wie ihn die Fernsehkamera aufnimmt, sodass Film und Film im Film eins werden. Und so endet "Quarantäne" folgerichtig genau in jenem Moment, als sich niemand mehr findet, der die Kamera halten kann und sich die alles umgreifende Finsternis auch auf der Leinwand ausbreitet.
Andreas Resch

(Quarantine) USA 2008, Regie: John Erick Dowdle, Buch: John Erick Dowdle, Drew Dowdle, mit Jennifer Carpenter, Jay Hernandez, Johnathan Schaech, Steve Harris, Columbus Short, Greg Germann, Dania Ramirez, ab 16, Kinostart: 4. Dezember 2008 bei Sony Pictures

Foto: Verleih


www.sonypictures.com
Website zum Film (englisch)
www.quarantaene-derfilm.de
Website zum Film (deutsch)
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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