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Hellboy - Die goldene Armee

Der rote Retter ist zurück

Kinostart: 16.10.2008 | Ingrid Beerbaum | Kommentar schreiben | Artikel drucken

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Regisseur Guillermo Del Toro musste zehn Jahre warten und erst einige Auftragsarbeiten ("Blade 2") erledigen, bis er endlich sein Lieblingsprojekt realisieren durfte: die Verfilmung von Mike Mignolas Graphic Novel "Hellboy", die als eine der besten Comicverfilmungen überhaupt gilt. Glücklicherweise spielte sein Film auch genug ein, um eine Fortsetzung unabdingbar zu machen. In "Hellboy - Die Goldene Armee" ist nun alles ein bisschen anders und doch wieder gleich. Anders sind einige Figuren, wie der geisterhafte Gummimensch Johann Krauss, gleich die liebevolle Inszenierung der sympathisch unperfekten Anti-Helden.

Hellboy (Ron Perlman) und Liz (Selma Blair) sind nun ein Paar und als buchstäblich leicht entflammbare Temperamente lassen sie im "Institut für paranormale Forschung und Verteidigung" öfter mal die Luft brennen. Der große Rote hat auch keine Lust mehr, sich zu verstecken, und nutzt deshalb jede PR-Gelegenheit, was seinen Chef zunehmend erbost. Bei diversen Rettungsaktionen geht zudem zu viel kaputt, und die Presse schürt deswegen Unmut gegen ihn. Dass er und das Institut doch ihre Berechtigung haben, wird deutlich, als ein neuer Auftrag ins Haus flattert: Während einer Auktion hat ein bleicher, langhaariger Typ ein wertvolles Artefakt gestohlen. Es handelt sich dabei um den Elfenprinzen Nuada (Roy Dotrice), der glaubt, dass die Wesen der Unterwelt endlich die Erde regieren sollen. Deshalb will er die "Goldene Armee", eine Legion unzerstörbarer Riesenmaschinen, reaktivieren, die seit Jahrtausenden unterirdisch schlummert, und braucht dazu einen Schlüssel, dessen einer Teil das Artefakt ist. Hellboy alias Anung un Rama soll nun als Unterweltkenner verhindern, dass diese Armee losmarschiert. Hilfe bekommt er dabei von Nuadas ätherischer Schwester, in die sich der Tiefsee-Empath Abe Sapien (Doug Jones) sogleich verliebt.

Die Story ist zwar ein wenig vorhersehbar, dem Spaß tut das aber keinen Abbruch. Genreexperten erkennen natürlich sofort Anleihen aus diversen Klassikern wie dem "Herr der Ringe" (Elfen und Waldgott) oder "Starwars" (Trollmarkt). Langweilig wird es trotzdem nicht. Dafür sorgen fantastische Landschaften und gruselige Figuren à la "Pans Labyrinth", genügend Actionsequenzen, Hellboys derber Humor sowie sein und Abes Liebeskummer, der mit einem Sixpack und einer Gesangseinlage von Barry Manilows "Can't Smile Without You" seinen urkomischen Höhepunkt hat. Kann man nur hoffen, dass "Hellboy II" genauso gut ankommt wie der Vorgängerfilm und vielleicht gibt es ja dann bald einen dritten Film mit dem Teufelskerl.
Ingrid Beerbaum

(Hellboy II: The Golden Army) USA 2008, Buch & Regie: Guillermo del Toro nach dem Roman von Mike Mignola, mit Ron Perlman, Selma Blair, Doug Jones, Luke Goss, Johann Kraus, John Hurt, James Dodd, John Alexander, Kinostart: 16. Oktober 2008 bei Universal

Foto: Verleih


www.hellboymovie.com
Website zum Film (englisch)
www.hellboy-film.de
Website zum Film (deutsch)
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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