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Sète, ein Industriehafen an der französischen Mittelmeerküste. Seit 35 Jahren schuftet Slimane Beiji (Habib Boufares), Einwanderer aus dem Maghreb, als Hilfsarbeiter. Müde ist er, die Falten haben sich tief in sein schmales Gesicht eingegraben. Als Slimane entlassen wird, weil seine Arbeit nicht mehr rentabel ist, bekommt er kein Wort des Dankes zu hören. Im Gegenteil, sein Chef rechnet die Zeit, die er als Illegaler in Frankreich lebte und für ihn arbeitete, nicht für die Rente an. Eigentlich wäre Slimane jetzt im richtigen Alter, um zufrieden das eigene Lebenswerk zu betrachten. Doch worauf kann er schon zurückblicken? Tür an Tür mit anderen Einwanderern lebt er in einer Pension zusammen mit seiner Freundin Latifa (Hatika Karaoui) und deren Tochter Rym (Hafsia Herzi). Seine geschiedene Frau und seine Tochter mit ihren Kindern besucht er pflichtschuldig, doch die können längst sein Mitbringsel, frische Fische, weder riechen noch essen. Was nun? Scheitern auf der ganzen Linie? Nix da, denn in dem stillen Mann rumort es gewaltig: Auf einem ausgedienten Frachter will er ein eigenes Restaurant eröffnen und dann sollen sie alle sein Couscous essen, die ganze weiße französische Haute Volée aus Sète: die vom Finanzamt, die von der Bank, die Entscheider/innen und all die anderen, die ihm nichts zutrauen – eingeschlossen der lieben Familie, die so schrecklich, laut und rücksichtslos ist, wie sich das Klischee der Einwandererfamilie mit Aushilfsjobs in der Fischfabrik nun einmal anbietet. Slimane erscheint in diesem Chaos wie ein Fels in der Brandung. Ein Mann der Prinzipien, jemand, der nicht viel redet, sondern still und leise seinen Traum verfolgt. Nur: Kochen kann Slimane nicht. Doch dank seiner Beharrlichkeit gegen Behördenwillkür und andere Probleme springt schließlich der Funken der Begeisterung auf den Rest der Familie über, so dass am Ende alle an einem Strang ziehen und endlich das Restaurantboot eröffnet werden kann.
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