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Kurz vor ihrem vierzigsten Geburtstag bekommt die erfolgreiche
Theaterschauspielerin Marcelline gehöriges Muffensausen: Mr. Right hat
sie trotz intensiver Suche noch nicht gefunden. Dafür muss sie sich
von ihrer vitalen und selbstbewussten Mutter, die mit ihrem
jugendlichen Englisch-Lehrer ein sehr erfülltes Sexleben hat, ständig
gängeln lassen. Auch das Ticken der biologischen Uhr dröhnt in
Marcellines Kopf – sie sehnt sich nach nichts mehr als nach einem Kind.
In der Kirche bietet sie der Mutter Gottes sogar den Verzicht auf Ruhm
und Ehre im Tausch gegen Mann und Kind an. Da eröffnet ihr die
Gynäkologin, dass der Zug für sie bald abgefahren sein wird.
Ihr
Gegenstück findet Marcelline in ihrer Freundin Nathalie. Diese hat gerade
von ihrem zweiten Kind entbunden. Aber auch sie wird von einer
scheinbar unstillbaren Sehnsucht nach etwas ganz anderem, was sie nicht
hat, getrieben. Die unerfüllten Wünsche der beiden Frauen entwickeln
sich immer mehr zu Obsessionen, bei Marcelline nehmen sie mit der Zeit
wahnhafte Züge an: Aus dem Totenreich erscheinen ihr der Vater und ein
verstorbener Ex, doch können sie ihr bei der Lösung ihrer Probleme leider
auch nicht helfen. Immer mehr vermischen sich bei der von einer
schweren Sinnkrise geplagten Marcelline
privates Ich und Bühnenrolle, Leben und Theater. Irgendwann nimmt ihre
aktuelle Rolle, die Natalia Petrowna aus Iwan S. Turgenjews "Ein
Monat auf dem Lande", ihre eigene Gestalt an, um Marcelline die totale
Verfehlung ihres Charakters bei der Darstellung vorzuwerfen.
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