Kain No Matsuei - Cain's Descendant

Schwere Kost

Kinostart: 10.4.2008 | Jörg Buttgereit | Kommentar schreiben | Artikel drucken
Im Alter von nur 15 Jahren hat Munakata seine Mutter ermordet. Nach 10 Jahren im Jugendgefängnis kommt er völlig entfremdet in das trostlose Industriegebiet von Kawasaki. Hier inmitten der ewig qualmenden Schornsteine hat er eine Stelle bei einer kleinen Elektrofirma bekommen. Doch als er so langsam hinter die kleinbürgerliche Fassade von Kawasaki blickt, wird der stoische Munakata (Kazushi Watanabe) mit religiösem Fanatismus, sexuellen Ausschweifungen und scheinbar unmotivierter Gewalt konfrontiert.
Junges japanisches Kino, das 2007 im Rahmen vom Forum des jungen Films der Berlinale zu sehen war. Meditativ langsam, sperrig und äußerst befremdlich. Um nicht zu sagen langweilig. Der Filmemacher Oku Shutaro hat mit "Kain No Matsuei - Cain's Descendant" definitiv keinen Partyfilm gemacht. Denn den Zuschauenden gelingt es nicht eine Beziehung zu dem verschlossenen Protagonisten aufzubauen. Das macht den Film zwar ausgesprochen "japanisch", aber formal und inhaltlich auch äußerst unzugänglich. Vielleicht hat Oku Shutaro ja ein filmisches Experiment vom Format des verstiegenen Amerikaners David Lynch im Kopf gehabt? Wer weiß ...
Jörg Buttgereit

(Kain No Matsuei) Japan 2006, Buch und Regie: Oku Shutaro, mit Kazushi Watanabe, Tomorowo Taguchi, Shungiku Uchida, Arata Furuta, Kazushige Komatsu, Junko Kano, OmU, Kinostart: 10. April 2008 bei Freunde der deutschen Kinemathek

Foto: Verleih



www.fdk-berlin.de
Mehr über den Film auf der Website des deutschen Verleihs
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database




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