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Meine Frau, die Spartaner und ich

Metzelfilmparodie

Kinostart: 28.2.2008 | Ernst Kramer | Kommentar schreiben | Artikel drucken

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Nach der Big-Budget-Film-Veralberung "Fantastic Movie" hat es nun schon das zweite Werk von Regisseur Jason Friedberg direkt auf die Liste der 100 schlechtesten Filme der Internet Movie Data Base geschafft. Das ist fast schon seltsam, denn das Vorhaben, sich respektlos an der Ikonographie erfolgreicher Filme abzuarbeiten, klingt ja erst einmal verheißungsvoll. Schließlich liefert Hollywood allen satirewilligen Filmemachern/innen ständig beste Vorlagen; seien es die Fabelwesen aus "Die Chroniken von Narnia", "Der goldene Kompass" oder eben Comicverfilmungen wie "300".

Dieses ob seiner ideologischen Dümmlichkeit provozierende Werk hat sicherlich eine Parodie verdient: Und so hangelt sich "Meine Frau, die Spartaner und ich" ziemlich genau an der Handlung von "300" entlang. Nur dass anstelle der ursprünglichen, auf ultraedel und -brutal getrimmten Darsteller/innen sympathische B- und C-Promis wie Carmen Electra mitspielen und nebenbei allerlei Auswüchse der Popkultur durch den Kakao gezogen werden – mit Vorliebe Casting-Shows wie die US-amerikanische Variante von "DSDS", nämlich "American Idol". Und damit das Ganze auch ansehnlich wirkt, hat man einiges darauf verwendet, die filmische Technik von "300" nachzuahmen. Die Parodie der legendären ersten Zeitlupenkampfsequenz beginnt visuell ganz ähnlich, endet aber mit einem von Held Leonidas an der Unterhose durch die Luft gewirbelten Gegner.

Es ist ganz ulkig, Ken Davitian, den wohlgenährten Manager von "Borat", hier als Perserkönig eingesetzt zu sehen. Und auch wenn die wackeren dreizehn Kämpfer mit Gloria Gaynors "I Will Survive" auf den Lippen in den Kampf ziehen, kommt Stimmung auf. Dagegen stehen allerdings etliche ermüdende Fäkalgags, oder deren neueste Variante: Eiterpickel-Kalauer. Und die sind alle nur selten gelungen.

Ob gute oder weniger gute Pointen – das größte Manko dieser Metzelfilmparodie liegt in seiner Ungenauigkeit und Oberflächlichkeit. Man merkt, dass der Film schnell heruntergekurbelt wurde, Gags und Figuren wirken uneinheitlich und seelenlos. Leider produzieren Friedberg und sein Co-Regisseur Aaron Seltzer damit genau das, was sie ja aufs Korn nehmen wollten: pompösen, hohlen Mist.
Ernst Kramer

(Meet the Spartans) USA 2008, Buch und Regie: Jason Friedberg, Aaron Seltzer, mit Sean Maguire, Carmen Electra, Ken Davitian, Kevin Sorbo, Diedrich Bader, Jareb Dauplaise, Travis Van Winkle, Jim Piddock, Hunter Clary, Kinostart: 28. Februar 2008 bei 20th Century Fox

Foto: Verleih


www.meetthespartans.com
Website zum Film (englisch)
www.meinefraudiespartanerundich.de
Website zum Film (deutsch)
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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