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32 °C im Schatten sind selbst für hitzegewöhnte Barcelonesen/innen grenzwertig. Dabei ist noch nicht einmal Sommer. Also stöhnen die Bewohner/innen des bunt gemischten Viertels Hospitalet de Llobregat vor sich hin und verrichten ihr Tagwerk. Lolo zum Beispiel betreibt eine kleine Tapas-Bar. Der Wirt ist ein haariger wabbelnder Koloss von Mann ohne jedes Feingefühl. Seine Frau hat ihn gerade erst verlassen, darum steht jetzt Mao in der Küche – ein Chinese, der nicht nur Chefkoch sein könnte, sondern auch Bruce Lee. So profitorientiert Lolo auch sein mag, seine Bar ist Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Menschen. Eine davon ist Conchi, eine gepflegte Rentnerin mit krebskrankem Mann. Sie hat seit geraumer Zeit ein riskantes Nebengeschäft zur Aufbesserung ihrer Rente zu laufen: Die Kids im Viertel zahlen gut für ihre bunten Pillen. Raquel hingegen ist Gemüsehändlerin, um die 40 und seit einem Jahr über das Internet fest liiert mit einem Mann aus Argentinien. Aber da gibt es noch César, gerade 22 und voll entflammt für die schöne ältere Frau.
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