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Hoppet

Odyssee in ein besseres Leben

Kinostart: 29.11.2007 | Stefan Stiletto | Kommentar schreiben | Artikel drucken

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Plötzlich steht Azad in einem fremden Land. Eigentlich sollten die Schlepper den zwölfjährigen Jungen und seinen zwei Jahre älteren Bruder Tigris aus ihrem Heimatland irgendwo im Mittleren Osten nach Deutschland bringen. Doch dann entpuppen sich diese als Betrüger, und nun sitzen die zwei Brüder fest. Während die politisch verfolgten Eltern in der Ferne noch auf eine Möglichkeit zur Flucht warten, müssen Azad und Tigris erst einmal alleine zurecht kommen. Ohne Freunde. Und ohne die Sprache zu verstehen. Immerhin gelingt es Azad mit einem Trick, Zuflucht bei einer anderen Flüchtlingsfamilie zu finden. Doch auch dort schert man sich nicht um die Ängste und Sorgen der beiden ungewollten "Adoptivkinder". Azad beschließt, dass es so nicht weitergehen kann, und beginnt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Er lernt Schwedisch, sucht sich neue Freunde und hört nicht auf, an seinen Traum zu glauben: einmal so hoch springen zu können wie die schwedische Leichtathletin Kajsa Bergqvist.

Mit Geschichten über Menschen, die sich in der Gesellschaft fremd fühlen, kennt sich Petter Næss aus. In "Elling" (2001) erzählte er von den Ängsten und Bewährungsproben zweier behinderter Erwachsener. Nun schickt er zwei Flüchtlingskinder auf eine Odyssee durch ein fremdes Land. Politische Verfolgung und Bürgerkrieg, kulturelle Identität, Migration und die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit – all diese schwierigen und sperrigen Themen tauchen in "Hoppet" auf. Aber Næss bricht diese immer wieder auf ganz einfach verständliche Szenen herunter und bleibt auf Augenhöhe mit seinen jungen Helden. Mit den märchenhaften Zügen, von der überzeichneten Mutter der Flüchtlingsfamilie, die schon beinahe an das Klischee der bösen Stiefmutter erinnert, über den kauzigen weisen Hot-Dog-Verkäufer bis hin zum allzu glatten Happy-End, kommt er allerdings vor allem jüngeren Zuschauern/innen entgegen. Vielleicht also eher ein Film für die jüngeren Geschwister. Oder eben für die Weihnachtszeit.
Stefan Stiletto

Hoppet, Schweden, Norwegen,
Deutschland 2006, Buch: Petter Næss, Buch: Moni Nilssin Brännström, Kurt Öberg, mit Ali Abdulsalam, Mehmet Aras, Peter Stormare, Per Fritzell, Ronas Gemici, Marie Göranzon, Rikard Jarl, Telar Hirani, Kajsa Bergqvist, Heinrich Schafmeister, Kinostart: 29. November 2007 bei Farbfilm

Foto: Verleih



www.filmenhoppet.se
Website zum Film (schwedisch, englisch)
www.farbfilm-verleih.de
Mehr über den Film auf der Website des deutschen Verleihs
www.filmportal.de

Infos zum Film auf filmportal.de
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database

www.filmz.de
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