Image 16520
Bereits vor zweieinhalb Jahren war "Three Burials" nicht nur eine große Überraschung im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes, die die Kritiker/innen begeisterte. Tommy Lee Jones, der erstmals Regie für einen Kinofilm führte und die Hauptrolle übernahm, bekam den Preis als bester Darsteller und Guillermo Arriaga eine Auszeichnung für das beste Drehbuch. Erst jetzt allerdings hat sich der kleine Salzgeber Verleih erbarmt, den Film auch hierzulande auf ein paar Leinwände zu bringen. Einfach zu vermarkten ist "Three Burials" nicht, dabei gehört er zu den herausragenden Spätgeborenen des weitestgehend begrabenen Western-Genres.
Wie der Titel verrät, geht es um drei Begräbnisse ein und desselben Mannes, des mexikanischen Rancharbeiters Melquiades Estrada, der durch einen unglücklichen Zufall gestorben ist. Im Fall seines Todes wollte er an einer speziellen Stelle in Mexiko beerdigt werden. Den Wunsch wird ihm Pete (Tommy Lee Jones) erfüllen – ein knorriger, alter Cowboy, der in bester Tradition Eastwood'schen Schweigens nur das Nötigste redet und seinen ganz eigenen Wertekodex hat. Auf seinem Pferd reitet er mit dem toten Körper durch das zerklüftet gebirgige und unwirtliche Grenzgebiet am Rio Grande zwischen den USA und Mexiko, dessen Schönheit von Kameramann Chris Menges beeindruckend eingefangen wird.
Kommentare
Dein Kommentar