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An der Schwelle zum 20. Jahrhundert war der Glaube an Magie und Übernatürliches noch nicht völlig aus den Köpfen der Menschen verschwunden. Zugleich wurde die Welt von radikalen technischen Veränderungen geprägt: eine ideale Zeit für Bühnenzauberer, die über die technischen Mittel für ausgefeilte Tricks im gleichen Maße verfügten wie über ein leicht zu beeindruckendes Publikum, was sie zu gefeierten Stars der damaligen Unterhaltungsindustrie machte. So wie Robert Angier, aus reichem Hause und mit Showman-Qualitäten ausgestattet, durch den frühen Tod seiner geliebten Frau aber ein gebrochener und einsamer Mensch. Und Alfred Borden, aus einfacheren Verhältnissen stammend, der sich seinen Erfolg als Bühnenzauberer mühsam erarbeiten muss. Die beiden, einst befreundet, liefern sich im spätviktorianischen London einen erbitterten Konkurrenzkampf: Ohne Rücksicht auf Verluste versuchen sie, die Show des jeweils anderen zu sabotieren; zugleich sind beide auf der besessenen Suche nach der perfekten Illusion, dem idealen Trick, den der Rivale nicht kopieren kann.
Neben dem in Rückblenden erzählten und von Regisseur Christopher Nolan ("
Memento", "
Insomnia") gewohnt spannungsreich aufgebauten, sich immer weiter zuspitzenden Duell sorgen viele kunstvoll eingeflochtene Randbeobachtungen für Atmosphäre: Da wird ein Blick hinter die Kulissen dieser frühen Form des Showbiz geworfen und die Faszination der diffizilen technischen Apparate vermittelt, die Angier und Borden von ihren – an James Bonds Technik-Ausstatter Q erinnernden – Assistenten entwickeln und verfeinern lassen. Und Nolan greift den tatsächlich stattgefundenen Widerstreit zwischen den Erfindern Nikola Tesla und Thomas Edison auf, die um die flächendeckende Elektrifizierung der Menschheit konkurrierten. Das Zentrum der Geschichte bleibt aber stets der Wettkampf der beiden Magier – und wie ein guter Zauberer hat sich Christopher Nolan die besten Tricks fürs Ende aufgespart.
Michael Brake(The Prestige) USA, Großbritannien 2006, Regie: Christopher Nolan, Buch: Christopher Nolan, Jonathan Nolan nach dem Roman "Prestige" von Christopher Priest, mit Christian Bale, Hugh Jackman, Michael Caine, Scarlett Johansson, Rebecca Hall, Piper Perabo, David Bowie, Kinostart: 4. Januar 2007 bei Warner Bros.
Foto: Verleih
http://theprestige.movies.go.comWebsite zum Film (englisch)
wwws.warnerbros.deWebsite zum Film (deutsch)
www.imdb.deInfos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.deMehr Artikel zum Film
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