Blond, blauäugig, sexy wie ein Surfgirl am kalifornischen Strand – so sieht das Wunschkind der Zukunft aus. Shelley Smith muss es wissen, denn sie arbeitet bei einer erfolgreichen Eizellenspenderinnen-Agentur und kennt die Wünsche ihrer Kundinnen und Kunden. Science Fiction? Keineswegs, "Frozen Angels" stellt Los Angeles, das Eldorado der künstlichen Kindererzeugung, in den Mittelpunkt und zeigt, was dort längst Gegenwart ist: Ob der Kauf von Samen nach Ethnie, Bildung und Schichtzugehörigkeit, von fremden Eizellen oder Leihmüttern – hier scheint alles möglich.
Der kaleidoskopartige Dokumentarfilm über menschliche Sehnsüchte nach Glück und Perfektion zeigt aberwitzige, auch beängstigende Zukunftsvisionen. Amy und Steve Jurewicz, beide erfolgreiche NASA-Wissenschaftler, haben alles – nur kein Kind. Alle Versuche mit künstlicher Befruchtung scheitern, dann erfahren sie vom Leihmütter-Programm. Kim Brewer trägt ihr Wunschkind aus, Kostenpunkt: 15.000 Dollar. Kein leichter Job, meint die Mutter zweier Kinder, die kinderlosen Paaren helfen will. Auch Kari Ciechorski, 27, Prototyp des Surfgirls, fühlt sich wie ein "Engel". Ihre Eizellen verkauft sie auf dem Markt für 80.000 Dollar und finanziert damit ihre Ausbildung.
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