Dieses Mal ist Aschenbrödel ein fleißiger Teenie mit Eiskunstlauf-Flausen im Kopf: Casey, eigentlich eher der "Büchertyp", gibt alles, um erfolgreich eine späte Eislaufkarriere zu starten. Dabei helfen ihr ein Physik-Experiment, diverse gut aussehende Pubertierende in ihrer Umgebung und die hartschalige, aber – jedenfalls auf den ersten Blick – weichherzige Trainerin Tina, gespielt von der "Sex and the City"-Schlampe Kim Catrall. Das einzig Interessante an dieser vorhersehbaren, eisglatten Disney-Fließbandproduktion ist der Konflikt zwischen Caseys ehrgeiziger, frauenbewegter Mutter und jener ebenso ehrgeizigen Tina, die aber - offenbar wollte die Schauspielerin ihre nicht mehr ganz jungen Knochen schonen - nie auf dem Eis zu sehen ist, sondern stattdessen permanent angespannt in der Gegend herumsteht. Doch selbst dieses eigentlich schöne Potenzial wird von Disney-Musik, Disney-Posen, Disney-Klischees und Disney-Platitüden à la "I'm giving up YOUR dream!" niedergewalzt.
Als kleiner Ansatz einer real-kritischen Darstellung des beschissen-schwierigen Profi-Eisläuferinnenlebens mag Tinas Tochter mit ihren Privatproblemen gelten. Sie leidet unter dem Druck und entschließt sich sogar, mit dem Training aufzuhören. Trotzdem ist das Happy End für Casey samt Dreamboy und Dreamsong obligat und bringt nicht mal einen ganz klitzekleinen Schneemann zum Schmelzen. Aber vielleicht ein paar tausend nah am Wasser gebaute Teenies, die auf die 1980er-Jahre-artigste aller Sportarten und vor allem auf Flitter-Glitzer-Tütüs stehen? Der Disney-Konzern geht schließlich keine Risiken ein, sonst könnte er ja auf dünnem Eis einbrechen ...
Jenni Zylka
(Ice Princess) USA, Kanada 2005, Regie: Tim Fywell, Buch: Hadley Davis, mit Michelle Trachtenberg, Kim Cattrall, Joan Cusack, Hayden Panettiere, Trevor Blumas, Connie Ray, Kirsten Olson, Kinostart: 28. Juli 2005 bei Buena Vista
Foto: Verleih
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Mehr über den Film auf der Website des deutschen Verleihs
www.imdb.de
Infos zum Film in der Internet Movie Database
www.filmz.de
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